Modell wird berechnet

Ist Bitcoin gerade günstig oder teuer?

Heatzone Chart färbt den Bitcoin-Kurs nach sieben Bewertungszonen ein — von Kapitulation (günstig) bis Blase (teuer) —, berechnet aus einem Regressionsmodell. Anders als bei vielen ähnlichen Charts sind die Werte nicht fest einprogrammiert — sie werden bei jedem Aufruf neu aus den aktuellen Kursdaten berechnet.

aktueller Kurs
wird geladen
Kurs Modell (auch Zukunft) Halving

Ziehen zum Verschieben durch die Zeit, Mausrad oder Zwei-Finger-Geste zum Zoomen — wie in einem Trading-Chart. Die Linie zeigt den Kurs, die farbigen Bänder die sieben Bewertungszonen um das Modell. Rechts vom heutigen Datum ist alles reine Modell-Projektion (gestrichelte Linie) — dort gibt es noch keinen echten Kurs.

Quelle: CoinGecko · Regression wird bei jedem Laden neu berechnet

Was steckt hinter dem Modell?

Die Idee, den Bitcoin-Kurs per logarithmischer Regression einzuordnen, ist nicht meine Erfindung — sie geht auf Community-Modelle aus den Jahren ab 2014 zurück und wurde seither von vielen Seiten in eigenen Varianten umgesetzt. Der Grundgedanke: Weil Bitcoin nicht linear, sondern mit abnehmender prozentualer Rate wächst, lässt sich der langfristige Trend über eine Gerade im doppelt-logarithmischen Maßstab annähern.

Fair Value heute
Modellwert
Verhältnis zum Fair Value
Kurs ÷ Fair Value
Modellgüte (R²)
Erklärte Varianz
Abstand (σ)
Standardabweichungen
Was wir anders machen: Viele vergleichbare Charts arbeiten mit fest hinterlegten Koeffizienten, die nur gelegentlich manuell nachjustiert werden. Heatzone Chart berechnet Steigung, Achsenabschnitt und Streuung bei jedem Seitenaufruf per einfacher linearer Regression direkt aus den bei CoinGecko abgerufenen historischen Tagespreisen. Das Modell hinkt also nie lange hinterher — es hat aber auch keine „Autorität": Es ist nur so gut wie die Annahme, dass sich das bisherige Wachstumsmuster fortsetzt.

Sieben Zonen, sieben Verhaltensmuster

Jede Zone beschreibt, wie weit der Kurs vom Modellwert entfernt liegt — inklusive der aktuell berechneten Grenzen in Euro.

Heatzone Chart vs. Fear & Greed Index

Beide Tools zeigen etwas anderes, ergänzen sich aber gut.

Zeithorizont: Jahre

Heatzone Chart

Rein mathematisch, unabhängig von Nachrichtenlage oder Stimmung. Reagiert nicht auf einzelne Tage, sondern zeigt die langfristige Position im Wachstumstrend.

Zeithorizont: Tage

Fear & Greed Index →

Misst die aktuelle Stimmung der Marktteilnehmer. Reagiert schnell auf News und Kursbewegungen, sagt aber nichts über die langfristige Bewertung aus.

Am aussagekräftigsten ist die Kombination: Zeigen beide Tools in dieselbe Richtung — z. B. „stark unterbewertet" und gleichzeitig „Extreme Angst" — war das historisch ein selteneres und deutlicheres Signal als jedes Tool für sich allein.

DCA-Zonen-Rechner

Verschiebe den Regler, um zu sehen, wie sich dein Sparplan-Betrag je nach Zone verändern würde — und was ein zonenbasierter Sparplan in den letzten zwölf Monaten gebracht hätte.

günstigfairteuer
Multiplikatoren anpassen+

Die Standardwerte folgen dem gleichen Prinzip wie beim Fear-&-Greed-Rechner: mehr kaufen in günstigen Zonen, weniger in teuren. Wer vorsichtiger vorgehen will, wählt eine flachere Staffelung.

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— €
Multiplikator
Differenz
Reserve nötig
Jahresbudget
Beispielrechnung nach der zonenbasierten DCA-Systematik. Keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung. Krypto-Anlagen können vollständig an Wert verlieren.

Zukunfts-Simulator

Wähle eine Zone und ein Zieljahr: Das Modell rechnet vor, welcher Preis-Range dieser Zone zu diesem Zeitpunkt entsprechen würde — rein rechnerisch, unter der Annahme, dass das bisherige Wachstumsmuster anhält.

— €
Rein theoretische Modellrechnung auf Basis der Power-Law-Regression. Keine Kursprognose und keine Anlageberatung — je weiter der Zeithorizont, desto unsicherer die Annahme.

Die Mathematik dahinter

Im Kern steckt eine einfache doppelt-logarithmische Regression:

log₁₀(Preis) = A + B × log₁₀(Tage seit Genesis-Block)
Die Tage werden ab dem 3. Januar 2009 gezählt, dem Datum des ersten Bitcoin-Blocks. A und B stammen aus einer einfachen linearen Regression über log(Tage) und log(Preis) sämtlicher verfügbarer Tagesschlusskurse. σ ist die Standardabweichung der Abweichungen zwischen Modell und tatsächlichem Kurs — sie definiert die Breite jeder Zone. Weil alle drei Werte aus den jeweils aktuellen Daten neu berechnet werden, verschieben sie sich mit der Zeit minimal — anders als bei einem Modell mit fest hinterlegten Zahlen.

Historische Momente im Modell

So hätte das aktuelle Modell einige bekannte Marktphasen rückblickend eingeordnet. Die Zuordnung wird mit den heutigen Modellparametern berechnet, nicht nachträglich angepasst.

Auffällig: Bärenmarkt-Tiefs fielen historisch fast immer in die günstigen Zonen, Allzeithochs fast immer in die teuren. Das bestätigt nicht, dass es künftig genauso bleibt — es zeigt nur, dass das Muster bisher relativ stabil war.

Was das Modell nicht kann

Ein ehrlicher Blick auf die Grenzen ist wichtiger als blindes Vertrauen in eine Kurve.

Er schaut zurück

Die Regression passt eine Gerade an die Vergangenheit an. Sie sagt nichts darüber, ob sich das Wachstumsmuster fortsetzt.

Kurzfristig wenig aussagekräftig

Auf Sicht von Wochen kann der Kurs weit vom Modellwert abweichen, ohne dass sich daraus ein Zeitpunkt ableiten lässt.

Ignoriert Fundamentaldaten

ETF-Zuflüsse, Regulierung wie MiCA oder makroökonomische Faktoren fließen nicht in die Formel ein.

Ein Modell unter vielen

Andere Kalibrierungen derselben Grundidee kommen zu leicht anderen Bandgrenzen. Keine Version ist „die eine richtige".

Nur für Bitcoin

Das Modell nutzt Bitcoins durchgehende Kurshistorie seit 2013. Für andere Coins ist es nicht ohne Weiteres übertragbar.

Kurz beantwortet