Alle rund vier Jahre halbiert sich, wie viele neue Bitcoin pro Block entstehen. Der Countdown unten rechnet live aus dem aktuellen Blockstand — je nachdem, wie schnell gerade Blöcke gefunden werden, verschiebt er sich leicht.
Der Live-Blockstand wird gerade abgerufen.
Wer einen neuen Bitcoin-Block findet, bekommt dafür neue Bitcoin — die sogenannte Blocksubvention. Das ist der einzige Weg, wie neue Bitcoin überhaupt entstehen. Alle 210.000 Blöcke, also etwa alle vier Jahre, halbiert sich diese Belohnung. Genau dieses Ereignis heißt Halving.
Am Anfang, 2009, gab es 50 Bitcoin pro Block. Nach vier Halvings sind wir jetzt bei 3,125 Bitcoin pro Block. Nach dem nächsten Halving sind es nur noch 1,5625. Das setzt sich fort, bis die Belohnung rechnerisch bei null ankommt — voraussichtlich um das Jahr 2140 herum. Insgesamt werden nie mehr als 21 Millionen Bitcoin existieren.
Seit dem vierten Halving am 20. April 2024 (Block 840.000) ist das die aktuelle Blocksubvention.
Ab Block 1.050.000 halbiert sich die Menge erneut — die Rate, mit der neue Bitcoin entstehen, sinkt weiter.
Bei normalem Geld entscheiden Zentralbanken, wie viel neu gedruckt wird. Bei Bitcoin steht die gesamte Ausgabemenge von Anfang an im Code fest, und niemand kann sie im Nachhinein ändern, ohne dass sich praktisch das gesamte Netzwerk einig sein müsste. Das Halving ist der Mechanismus, der diese Regel technisch durchsetzt.
Die Idee dahinter erinnert an Gold: Je mehr davon schon gefördert wurde, desto schwerer und aufwendiger wird es, neues zu finden. Bei Bitcoin ist das nicht nur ähnlich, sondern exakt vorherbestimmt — jeder weiß heute schon, wie viele neue Bitcoin es in zehn Jahren geben wird. Diese Vorhersagbarkeit, nicht ein bestimmter Kurs, war Satoshi Nakamotos eigentliches Ziel: ein Geldsystem, dessen Angebot niemand nach Belieben verändern kann.
Vier liegen hinter uns, das fünfte steht noch aus.
Rein mechanisch ist die Sache klar: Nach jedem Halving kommen weniger neue Bitcoin auf den Markt als vorher. Wenn die Nachfrage gleich bleibt oder steigt, während weniger neue Coins entstehen, ist das rechnerisch ein Argument für einen steigenden Kurs. Diese Überlegung steckt hinter dem bekannten „Stock-to-Flow"-Modell und ähnlichen Knappheits-Narrativen.
Trotzdem: Das ist eine Theorie, kein Naturgesetz. Der Kurs hängt von sehr viel mehr ab als nur vom Angebot — Nachfrage, Regulierung, Zinsumfeld, Marktstimmung, um nur einiges zu nennen. Das Stock-to-Flow-Modell selbst hat seine eigenen Vorhersagen in den Jahren nach 2021 deutlich verfehlt. Ein Halving ist außerdem seit Jahren öffentlich bekannt und exakt vorhersehbar — die Theorie, dass rein bekannte Information den Kurs verlässlich bewegt, widerspricht eigentlich der Grundidee effizienter Märkte.
Das ist die einzige gesicherte, mechanische Folge: Die Menge an neu geschöpften Bitcoin pro Tag halbiert sich schlagartig.
Miner verdienen pro gefundenem Block plötzlich nur noch die Hälfte an Block-Belohnung. Wer nicht effizient genug arbeitet, wird nach einem Halving oft unrentabel und muss abschalten.
Weniger effiziente Miner geben auf, die Netzwerk-Schwierigkeit passt sich an, und die öffentliche Aufmerksamkeit rund um das Ereignis kann kurzfristig für stärkere Kursausschläge sorgen — in beide Richtungen.
Die vier bisherigen Halvings fielen zwar in Aufwärtsphasen — aber mit vier Datenpunkten lässt sich statistisch kein verlässliches Muster belegen, und die Vergangenheit ist keine Zusicherung für die Zukunft.
Blöcke werden im Schnitt alle zehn Minuten gefunden, aber nicht auf die Sekunde genau. Steigt oder fällt die weltweite Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk, verschiebt sich die Schätzung entsprechend nach vorn oder hinten.
Diese Seite erklärt den Mechanismus und ordnet die verbreiteten Knappheits-Theorien ein — sie sagt nichts darüber voraus, wie sich der Kurs tatsächlich entwickeln wird.
Der Blockstand kommt von der öffentlichen API von mempool.space. Ist der Dienst kurzzeitig nicht erreichbar, zeigt diese Seite eine grob hochgerechnete Schätzung statt des echten Live-Werts — das ist dann gekennzeichnet.